Achselschweiß und Emotionen http://emo.blogsport.de Feind der Völker Sat, 14 Jul 2007 21:53:01 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Kant und Hegel Werke umsonst! http://emo.blogsport.de/2007/04/23/kant-und-hegel-und-zwar-umsonst/ http://emo.blogsport.de/2007/04/23/kant-und-hegel-und-zwar-umsonst/#comments Mon, 23 Apr 2007 18:03:25 +0000 Administrator Allgemein http://emo.blogsport.de/2007/04/23/kant-und-hegel-und-zwar-umsonst/ Beim Durchblättern eines Seminarplans bin ich über eine Kant-Schrift gestolpert, die sich auf Projekt Gutenberg-DE befindet, was sich als, mir bisher unbekanntes, kostenloses Archiv für klassische Literatur herausgestellt hat. Dort lassen sich, wie das „DE“ befürchten lässt, nicht nur Clausewitz und Luther, sondern auch Dostojewski, Kafka, Hegel, Herzl und Schopenhauer finden.
Lese- und Druckfreundlichkeit bleiben noch zu testen.

]]>
http://emo.blogsport.de/2007/04/23/kant-und-hegel-und-zwar-umsonst/feed/
Antifa zeigt Volksnähe http://emo.blogsport.de/2007/02/05/antifa-zeigt-volksnahe/ http://emo.blogsport.de/2007/02/05/antifa-zeigt-volksnahe/#comments Mon, 05 Feb 2007 22:33:05 +0000 Administrator Allgemein http://emo.blogsport.de/2007/02/05/antifa-zeigt-volksnahe/ Auf Indymedia berichtet die Antifa Greifswald von ihrer Teilnahme an den Protesten der örtlichen Bürger_inneninitiative gegen eine Schweinemastanlage in Medow (MV). Es folgen Auszüge und fassungs- wie zusammenhangslose Anmerkungen.

„Anfang 2006 errichtete der niederländische Investor Adrianus Straathof am Ortsrand der kleinen Gemeinde eine Schweinemastanlage für 15000 Tiere. Seit nunmehr sieben Jahren kämpft eine Bürger_inneninitiative gegen dieses Vorhaben.“

Den Schuldigen hat die Antifa Greifswald schnell gefunden. „Straathof“ heißt er und ist natürlich Ausländer. Ein Tribut an die Bündnisfähigkeit, wer demonstrierte hier? Weiter im Text der Greifswälder_innen.

„Die Veranstaltung brachte viele unterschiedliche Menschen zusammen: Jung und alt, auf Stelzen, auf dem Rad oder zu Fuß, in bunter Schlaghose oder mit schwarzen Windbreaker bekleidet, demonstrierten gemeinsam.“

„Nachdem die Demonstration beendet wurde, ergab sich noch die Gelegenheit zu manch spannenden Gespräch mit den Anwohner_innen bei Suppe, Kaffee, Tee oder Kuchen.“

Was für ein nettes Miteinander, das wiederholt mensch doch gern. Erwähnenswert ist, dass Medow [nach Map24.de] vier Kilometer oder fünf Autominuten von Postlow entfernt ist. In Postlow erreichte die NPD bei der Landtagswahl 2006 einen Stimmenanteil von 38%. Martin Behrens besichtigte diesen Ort wenig später für die Jungle World. Dass sich die Medower Verhältnisse von seinen Eindrücken grundlegend unterscheiden, wage ich zu bezweifeln. Zurück nach Medow.

„Es gibt unerträgliche Geruchsbelastungen, die Gülle ist bis heute nicht vorschriftsmäßig gelagert, die Tiersterblichkeit ist hoch – wir erinnern an die Tierkadaver unter freiem Himmel im Juli und August. […] Wir fordern die Landesregierung auf, die Anlage sofort und so lange stillzulegen, bis wenigstens die Genehmigungsauflagen erfüllt sind und zusätzlich ein Luftfilter für die Abluft eingebaut wurde“, so BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag vor den Demonstrationsteilnehmern in Medow. [Quelle: http://www.mvregio.de]

Das Problem, das der BUND und die Medower mit der Massentierhaltung haben, ist also das Massentierhaltung stinkt. Wo es stinkt und der Grundstückswert sinkt, da lässt sich nicht mehr wegschauen. Es müssen Luftfilter her. Sozusagen ein Gestank-Verbot, das am Grundübel ähnlich wie ein NPD-Verbot in den Köpfen der Menschen nichts ändern täte. Wenigstens ein bischen Tierliebe seitens der Bündnispartner_innen hatte sich die Antifa Greifswald scheinbar erhofft und bedauert: „Nur wenige bestanden jedoch auf die sofortige Schließung der Mastanlage.“

Auf den Punkt gebracht, wie können sich Antifaschist_innen auf solch eine absolut irrelevante bis reaktionäre Veranstaltung verirren, und die Teilnahme an dieser noch schön reden? Es gilt nach wie vor: „Wer vom Faschismus redet, darf vom Kapitalismus nicht schweigen.“ Bei der Maxime „until the last cage is empty“ verhält es sich genauso.

]]>
http://emo.blogsport.de/2007/02/05/antifa-zeigt-volksnahe/feed/
seek and destroy [me?] http://emo.blogsport.de/2007/01/31/seek-and-destroy-me/ http://emo.blogsport.de/2007/01/31/seek-and-destroy-me/#comments Wed, 31 Jan 2007 11:33:04 +0000 Administrator Allgemein http://emo.blogsport.de/2007/01/31/seek-and-destroy-me/ Schon vor zwei Wochen outete mich ein Gewerkschaftsfunktionär als Bush-Liebhaber, als ich gegen eine Podiumsdiskussion mit dem deutsch-nationalen Oskar Lafontaine protestierte. Doch den Vogel schießt in der heutigen Jungle World Juliane Nagel in ihrem „Szenemüll entsorgen“ betitelten Plädoyer für eine Teilnahme an den Protesten in Heiligendamm ab:

„Den Protestwilligen stehen diejenigen gegenüber, deren Ziel es in den vergangenen Jahren war, sich ihrer linken Identität zu entledigen und alle Kräfte auf die Sezierung der verbliebenen linken Szenen oder Protestbewegungen zu konzentrieren. In antideutschen Diskutierclubs wird der Distinktionsdrang so weit getrieben, dass man sogar polemische Äußerungen vernimmt, die G 8 seien ja eigentlich eine tolle Sache.“

„Dabei blenden sie aus, dass sich größere Teile der »No-Globals« in Deutsch­land den selbstkritischen Debatten der vergangenen Jahre gewidmet haben. Wird auch nicht konkret über den Nahost-Konflikt oder Waffenlieferungen nach Israel oder Palästina diskutiert, scheint die Zeit der Verkürzungen des globalen kapitalistischen Verhältnisses auf das konkrete Agieren der Köpfe von Staat und Wirtschaft vorbei zu sein. Warum lässt sich dieser Fortschritt nicht verhalten honorieren, anstatt mit langweiligen Spitzfindigkeiten darüber aufzuwarten, dass die G8 vor dem Hintergrund dieser Analyse nicht mehr als ein Zusammentreffen von Charaktermasken seien? Vielleicht lohnt es sich, einfach mal ein bisschen Pragmatismus an den Tag zu legen und zu einigen konkreten Themen zu kommen.“

Wenn Juliane Nagel von „denjenigen“ und „sie“ spricht, konstruiert sie den altbekannten monolithischen Block der antideutschen Bahamas-Fans. Wer kennt diesen lächerlichen Universalvorwurf auf sämtliche berechtigte Kritik am erbärmlichen Zustand der Linken nicht? Weiter geht es mit der ebenfalls äußerst differenzierten Feststellung, dass antideutsche Positionen einzig ein Mittel der Distinktion seien. Richtig lustig wird es, wenn Juliane Nagel das Ende verkürzter (potenziell antisemitscher) Kapitalismuskritik herbei phantasiert. Um im nächsten Satz das antideutsche Spektrum in anbetracht dieses historischen „Fortschritts“ zur Unterlassung ihrer „langweiligen Spitzfindigkeiten“ aufzufordern.
Juliane Nagel ist u.a. „Mitarbeiterin des der Linkspartei nahe stehenden Internetportals linXXnet.de“ [Jungle World]. Der Linkspartei „nahe stehend“ ist sie natürlich in der Lage ganz objektiv [Pseudo-] Kritik an dieser zu üben, um am Ende in äußerster Inkonsequenz [“Pragmatismus“] doch zur Zusammenarbeit aufzurufen. Widerlich.
Bleibt zum Ende noch die Frage, ob nur antideutsche Kritik/Inhalte oder gleich „die Antideutschen“ entsorgt werden sollen?

Ausführliche Spitzfindigkeiten zu G8-Gipfel-Protesten, Sozialdemokratie allgemeinen sowie Linkspartei und Oskar im besonderen gibt es hier und bei der Gruppe 8. Mai.

]]>
http://emo.blogsport.de/2007/01/31/seek-and-destroy-me/feed/
Nicht „meine“ Szene! http://emo.blogsport.de/2007/01/28/hanau-in-deutschland/ http://emo.blogsport.de/2007/01/28/hanau-in-deutschland/#comments Sun, 28 Jan 2007 19:19:37 +0000 Administrator Allgemein http://emo.blogsport.de/2007/01/28/hanau-in-deutschland/ In Frankfurt (a.M.) und Umgebung Hardcore-Konzerte zu besuchen, bedeutet wie jegliche Teilnahme am linksradikalen Alltag vor Ort, so weit dieser außerhalb von IvI und Universität stattfindet, die eigene prozionistische Überzeugung zu verbergen, um sich vor antisemitisch motivierter Gewalt zu schützen(1). Daraus folgt für mich, dass ich Au, ExZess und Raumstation, wo eine antiamerikanische und antizionistische Hegemonie herrscht, die immer wieder in offenen Antisemitismus mündet, im Fall der Au gänzlich meide oder nur widerstrebend besuche, wenn mir einmal wieder die Decke auf den Kopf fällt.
Das Bedürfnis nach sozialen Kontakten und Konzertatmosphäre statt WG-Zimmer und Konservenmusik trieb mich am Samstagabend erstmals in die Metzgerstraße ins nahegelegene Hanau. Es war nicht anzunehmen, dass sich dieser Ort von besagten Frankfurter Örtlichkeiten ideologisch abheben würde. Der erste Blick in die Runde bestätigte diese Annahme: Palitücher und Hools waren in gewohnt ausreichender Menge vertreten.
Die regionalen Emo-Helden Tragic Vision bestachen durch einen Gesang, der an HWM erinnerte, und zeigten das „melodic“ nicht immer Schlechtes verheißt. Ich fühlte mich wohl und vergaß in welcher Umgebung ich mich befand. Zuletzt spielten Driving Range, deren Set ich leider nicht komplett verpasste. Diese waren nicht nur einfach undefinierbar schlecht, sondern krönten ihr Set mit einem Propagandhi-Cover. Einem der globalen Aushängeschilder des Polit-Punks mit gewohnt verfehlter Kapitalismuskritik, die diese Sparte so anschlussfähig für deutsche USA-Hasser und Antisemiten macht. Besagtes Cover besaß den Refrain „Fuck zionism. Fuck militarism. Fuck americanism. Fuck nationalism. Fuck religion.“(2). Anstatt zu intervenieren, begann ein großer Teil des bisher wenig amüsierten Publikums noch einmal den Zeigefinger zu strecken. Warum nicht gleich den Arm?
Nie wieder Metzgerstraße!

(1) Sinistra!: „Antisemitische Übergriffe in Frankfurt“ auf www.sinistra.tk unter reading/features

(2) Die Propagandhi-Debatte im Conne Island

]]>
http://emo.blogsport.de/2007/01/28/hanau-in-deutschland/feed/
Mein erster Eintrag http://emo.blogsport.de/2007/01/23/erster-eintrag/ http://emo.blogsport.de/2007/01/23/erster-eintrag/#comments Tue, 23 Jan 2007 22:18:10 +0000 Administrator Allgemein http://emo.blogsport.de/2007/01/23/erster-eintrag/ Am Morgen nach der Einrichtung des Blogs:

Die Intension dieses Blogs ist mir bisher ziemlich unklar, darf aber u.a. als eine Kampfansage an Kälte und Regen, Mob und Nation sowie als ein entschiedenes Eintreten für das Individuum gedeutet werden. Des weiteren bleibt die verflochtene Funktion von Podium wie auch Couch zur Bewältigung der psychischen Gebrechen, die die Teilnahme am täglichen Wahnsinn (re-)produziert, zu erwähnen.

]]>
http://emo.blogsport.de/2007/01/23/erster-eintrag/feed/